Wieviel Vitamin D brauchen wir?

Während der Sommermonate produziert ein Mensch mit heller Haut bei direkter Sonnenstrahlung zu Mittag etwa 10.000 IE in 10 Minuten, Personen mit dunkler Haut produzieren je nach Pigmentierung entsprechend weniger. Auch wenn man dies täglich machen würde, käme es aber zu keiner Überdosierung, da die Vitamin D Produktion in der Haut durch die Bildung von Melanin automatisch verringert bzw. gestoppt wird. Auch ein hoher Calciumspiegel im Blut verringert die Bildung von Vitamin D.

Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) empfiehlt eine Zufuhr von 5 mcg (200 IE) für Erwachsene und 10 mcg (400 IE) für Kinder und Senioren ab dem 65. Lebensjahr über die Nahrung zur Vermeidung eines Vitamin D Mangels. Diese Dosierung wurde deshalb gewählt, da man damit Rachitis und Knochenerweichung (die beiden offensichtlichsten Symptome eines Vitamin D Mangels) vorbeugen kann.

Diese Empfehlung gilt jedoch heute als überholt und der Vitamin D Bedarf für optimale Gesundheit ist um einiges höher. Die empfohlene Tagesdosis liegt je nach Autor zwischen 1.000 bis 5.000 IE pro Tag für gesunde Erwachsene. Therapeutische Dosen liegen jedoch höher und sollten nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen und mittels Bluttests überwacht werden. 

Da Vitamin D fettlöslich ist, wird immer wieder vor einer Überdosierung gewarnt. Der Wissenschaftliche Lebensmittelausschuss der Europäischen Kommission hat 2002 zur Sicherheit von Vitamin D Stellung genommen. Dabei wurde verlautbart, dass eine tägliche Dosis von 50 mcg (2000 IE) für Jugendliche, Erwachsene, Schwangere sowie stillende Mütter und 25 mcg (1000 IE) für Kinder in den ersten 10 Lebensjahren ohne Risiko von Nebenwirkungen auch ohne medizinische Aufsicht langfristig eingenommen werden kann. Von den meisten Experten wird für Erwachsene eine tägliche Zufuhr bis zu 125 mcg (5000 IE) Vitamin D über 6 Monate als sicher angesehen.

Da der Mensch bei direkter Sonnenbestrahlung 250 mcg (10.000 IE) Vitamin D produziert, dürfte dies der physiologische Grenzwert sein. Bekannte Fälle von Vitamin D Toxizität mit Hyperkalzämie, bei denen die 25(OH)D-Konzentration und die Vitamin D Dosis bekannt sind, weisen alle eine Aufnahme von 1.000 mcg (40.000 IE) pro Tag oder mehr auf. Da Vitamin D potentiell toxisch ist, liegt die staatlich anerkannte Obergrenze bei 50mcg (2000 IE). Diese ist jedoch vorsichtig gewählt und wahrscheinlich um das 5-fache zu niedrig.

Eine übermäßige Zufuhr von Vitamin D kann nur mit Nahrungsergänzungsmittel geschehen. Man muss jedoch schon etwa 1.000 mcg (40.000 IE) über mehrere Monate zu sich nehmen, damit es zu einer Vitamin D Überdosierung kommt. Einmalige Stoßtherapien von hohen Dosen, auch wenn diese mehrere 100.000 IE betragen, führen nicht zu einer Vitamin D Überdosierung.

Die Symptome einer Vitamin D Intoxikation umfassen Übelkeit, hoher Calcium und Phosphatspiegel im Blut, Herzrhythmusstörungen und Nierensteine.



Vitamin D3 Kapseln und Tropfen hochdosiert können Sie hier kaufen: