Das mit Hilfe von Sonnenlicht gewonnene Vitamin D reicht für die meisten Menschen nicht aus. Tatsächlich haben mehr als 50% der Zivilisationsgesellschaft einen Vitamin D Mangel, welcher durch falschen Lebensstil verschuldet ist oder mit dem Lebensraum zusammenhängt.
Zu wenig Sonne in den Wintermonaten
Wer über dem 45. Breitengrad lebt (nördlich der Alpen in Mittel und Nordeuropa), bildet auch bei direkter Sonneneinstrahlung im Winter kein Vitamin D, da die Sonne zwischen November und März einfach zu tief steht und nicht das richtige Strahlenspektrum hat, um genügend UVB Strahlen durchzulassen. Im Winter täglich 20 Minuten spazieren zu gehen ist daher zwar ein gut gemeinter Rat, reicht aber im Winter nicht für die Bildung von Vitamin D aus. Zusätzlich trägt Smog in den Städten noch zusätzlich dazu bei, dass die UV Strahlen nicht durchkommen.
Die Vitamin D Depots, welche in den Sommermonaten gespeichert werden, sind üblicherweise in etwa 2 Monaten aufgebraucht. Daher verfallen viele Menschen um den Jahreswechsel in ein Stimmungstief.
Unzureichende Aufnahme über die Nahrung
Vitamin D findet man vor allem in fettem Fisch, Lebertran, Fischölen sowie in geringen Mengen in gewissen Pilzen, Milch, Eier, Butter. Der Konsum von Milch, Eier oder Butter, welche in unseren Breitengraden am häufigsten konsumiert wird, ist jedoch zu gering, um die von der EU empfohlene Mindestaufnahme von 5 mcg Vitamin D pro Tag zu decken.
Langer Aufenthalt in Innenräumen (beruflich und auch in der Freizeit)
Wer einen Beruf in geschlossenen Räumen ausübt und auf dem Weg zur und von der Arbeit die Haut mit Kleidung bedeckt, bekommt zu wenig Vitamin D, auch während der Sommermonate. Fernseher und Computer machen die Menschen zu Stubenhockern. Dies trifft auch auf die Sommermonate zu, in denen man eigentlich Sonne tanken sollte. Diese Risiko ist besondern für Stadtmenschen sehr hoch.
Meidung von direkter Sonneneinstrahlung und Verwendung von Sonnenschutzmitteln
Bereits ein Sonnenschutzfaktor ab 8 blockiert die Entstehung von Vitamin D in der Haut um 95%. Idealerweise sollte man sich daher die ersten 10 Minuten, welche auch bei Personen mit heller Haut keinen Schaden (Rötung) verursachen, ohne Sonnenschutzmittel der Sonne aussetzen und erst danach einen Sunblocker auftragen. Die ständige Panikmache vor zuviel Sonne trägt also auch zur Steigerung des Vitamin D Mangels bei.
Zufuhr von Medikamenten und Alkohol
Antidepressiva, Blutgerinnungshemmer, Corticosteroide und Medikamente gegen Magengeschwüre und Epilepsie können die Absorption von Vitamin D aus der Nahrung hemmen. Auch Menschen, die viel Alkohol zu sich nehmen, haben ein erhöhtes Risiko für einen Vitamin D Mangel.
Übergewicht
Bei Personen mit Übergewicht ist die Fähigkeit, in der Haut erzeugtes Vitamin D zu nutzen, im Vergleich zu schlanken Personen auf weniger als die Hälfte reduziert.
Hohes Lebensalter
Bei Personen über 65 Jahren produziert die Haut nur mehr halt so viel Vitamin D wie die Haut bei einem jungen Menschen. Außerdem halten sich alte Menschen oft nicht viel im Freien auf, wodurch der Körper noch weniger Möglichkeit hat, Vitamin D zu produzieren.
Bettlägrigkeit oder Behinderung
Wer alt ist oder nicht fremde Hilfe ins Freie gehen kann, entwickelt rasch einen Vitamin D Mangel. Dazu kommt, dass diese Menschen weniger Appetit haben und auch über die Nahrung fast kein Vitamin D zu sich nehmen.
Magersüchtige Personen und Veganer
Sie sind durch eine geringe bzw. fehlende Zufuhr von Vitamin D durch die Nahrung noch mehr auf die Bildung von Vitamin D durch die Sonne angewiesen.
Grundsätzlich sind wir Menschen von einer gleichmäßigen Versorgung an Vitamin D abhängig, um keine Mangelerscheinungen zu bekommen. Für die meisten Menschen in unserem Breitengrad reicht das durch die Sonne gewonnene Vitamin D nicht für optimale Gesundheit aus. Besonders für alte Personen, Kranke, Übergewichtige und allen anderen Personen während der sonnenarmen Jahreszeit ist die zusätzliche Einnahme von Vitamin D in Kapselform absolut sinnvoll.
Wer hat also ein erhöhtes Risiko für einen Vitamin D Mangel?
- Personen, die oberhalb des 45. Breitengrades wohnen (besonders in den Wintermonaten)
- Stadtbewohner in allen Breitengraden (wegen der Luftverschmutzung)
- Benutzer von Sonnencremes (ab LSP 8 und höher)
- Personen, die sich viel in Innenräumen aufhalten (arbeitsbedingt, chronisch Kranke, körperlich Behinderte, Inhaftierte)
- Übergewichtige
- Alkoholkranke
- dunkelhäutige Menschen, die sich nicht viel in der Sonne aufhalten
- Personen, die bestimmte Medikamente einnehmen
Grundsätzlich bedeutet dies, je weiter weg vom Äquator man lebt, je dünkler der Hauttyp, je mehr Übergewicht man hat und je weniger man sich in der Sonne aufhält, desto mehr Vitamin D sollte man über die Nahrung bzw. Nahrungsergänzungen zuführen, um einen gesunden Blutspiegel an Vitamin D zu erhalten.
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